Soft Hours
In Soft Hours entwickelt Natascha Moschini eine performative Versuchsanordnung, in der Traumlogiken als Arbeitsweise erprobt werden. Zeit wird weich, Räume kippen ineinander, Bilder überlagern sich und verlieren ihre Konturen. Figuren tauchen auf und entgleiten wieder – als Masken, Erinnerungen oder Fehlzündungen. Zwischen Konstruktion und Intimität folgt Moschini dem Ensemble innerer Kräfte, das unsere Bilder in Bewegung setzt: Gedächtnis und Affekt, Körperzustände und kulturelle Skripte.
Soft Hours kreist dabei um das Spiel mit Figuren: weiche Maskottchen, die spielerisch Grenzen verschieben. Sie kommen nah, suchen Kontakt – ein Handschlag, ein Kuss auf die Wange, Gesten zwischen Unterhaltung und Intimität. Ausgehend von einem Hasen in einer traumhaften Landschaft wird Nähe zum Experiment: zwischen Performer:in und Publikum, zwischen Handlung und Einverständnis, zwischen spielerischer Übertretung und der tastenden Suche nach einem „lovely day“.
So entsteht eine performative Skizze über das, was in uns arbeitet, wenn wir ins Träumen hinübergleiten – beim Einschlafen, im Tagtraum, im Traum: ein Zustand zwischen Kontrolle und Aussetzer, in dem Logik verrutscht und Nähe neu verhandelt wird.
Konzept & Performance NATASCHA MOSCHINI
Foto MARC DORADZILLO
In Koproduktion mit DELPHI_space Freiburg, Regionale 26
Dauer 25 min